Angststörungen

Angst ist vor Beginn der Menschheit ein ständiger Begleiter in unserem Leben, um Situationen richtig einschätzen zu können und entsprechend zu handeln. Etwa das, wenn vor einem ein Säbelzahntiger auftauchte, man nicht noch lange überlegen muss, ob man hingeht und ihn streichelt oder doch lieber wegrennt.

Was sind Angststörungen?

Von Angststörungen spricht man, wenn diese Ängste die Übermacht über einen erhalten und in ungefährlichen Situationen auftreten. Hierbei ist die Angst nicht hilfreich, sondern eine Krankheit, da die Angst in keiner Relation zur Situation steht und somit nicht mehr verhältnismäßig ist. Im Verlauf tritt diese dann nicht nur häufiger, sondern meistens auch verstärkter auf. Folgen sind ein sozialer Rückzug und eine starke Vermeidungshaltung gegenüber vielen Situationen bis hin zur Vermeidung aller möglichen Szenarien.

Man unterscheidet zwischen drei wesentlichen Arten:

  • Phobien: Das sind Angststörungen, mit einem erkennbaren Auslöser
    • Bsp.: Die Angst vor Spinnen
  • Panikstörungen: Das sind Angststörungen, ohne einen erkennbaren Auslöser
    • Bsp.:  Inmitten einer großen Menschenmenge zu sein, wie in einem Kaufhaus
  • Generalisierte Angststörung:
    • Hierbei haben betroffene unterschiedliche Sorgen und Befürchtungen, diese sind hierbei in allen Lebenssituationen ein ständiger Begleiter

Angststörungen

Ursachen für Angststörungen:

 Hierbei geht man von einem Zusammenspiel mehrere Faktoren aus:

  • Genetik
  • Urängste (Ängste, welche von Anbeginn der Zeit vorhanden sind)
  • Stark belastende Umstände (wie starker Stress vor wichtigen Prüfungen)
  • Falsch erlerntes Verhalten (Ein Elternteil hat Angst vor Spinnen → das Kind erlernt dieses Verhalten)

Man geht davon aus, dass 15 von 100 Menschen in Deutschland unterschiedliche Angststörungen haben. Somit sind Angststörungen eine der häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Sie treten bei den meisten durchschnittlich im Alter von ca. 21 Jahren auf.

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Symptome einer Angststörung – wie kann ich diese erkennen?

Angststörungen und Panikattacken äußern sich bei jedem Menschen unterschiedlich. Somit werden häufig Symptome einer Angststörung mit der einer anderen Erkrankung falsch gedeutet. Die häufigsten Symptome, welche hierbei auftreten, können in körperliche und psychische Symptome differenziert werden.

Körperliche Symptome:

  • Atemnot
  • Herzrasen
  • Schwindel
  • Schwitzen
  • Ersticken
  • Zittern
  • Übelkeit

Psychische Symptome:

  • Absoluter Kontrollverlust über die Situation
  • Unbehagliches Gefühl
  • Todesangst
  • Nervosität
  • Gefühl eines Kontrollverlusts
  • Entfernung zur Realität

Behandlung einer Angststörung:

Angststörungen sollten immer ernst genommen werden, um Ängste überwinden zu können, da sie nur selten von allein weggehen, ganz im Gegenteil, sie neigen dazu, vorwiegend schlimmer zu werden und treten häufiger auf. Es wird oft auch eine „Angst vor der Angst“ entwickelt. Es folgt ein ausgeprägtes Rückzugsverhalten und ein übermäßiges Vermeiden von Situationen. Die Folge sind massive Einschränkungen im Alltag bis hin zur vollständigen Isolation. Durch Psychotherapie und Hypnose wird versucht, die Ängste zunächst zu neutralisieren. In einem nächsten Schritt sollen die Symptome und das Vermeidungsverhalten immer mehr reduziert werden, bis sie vollständig Ängste vollständig verschwinden. Gleichzeitig werden andere psychische und organische Erkrankungen, wie Schilddrüse-, Herz- oder Lungenerkrankungen ausgeschlossen als mögliche Ursache der Symptome. Ein weiterer Ansatz ist die medikamentöse Unterstützung aus der Gruppe der Antidepressiva, welche angstlösend und beruhigend wirken sollen.

Sie leiden unter Angststörungen? Wir beraten Sie gerne anonym und unverbindlich in einem Erstgespräch.

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Hilfe und Tipps für Betroffene und deren Angehörige:

Betroffene:

  • Ängste benennen, erkennen und diesen stellen
  • Psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen
  • Selbsthilfegruppen besuchen
  • Freunde und Familie einbeziehen (Niemals totschweigen!)
  • Ausdauersport zur Entspannung
  • Muskelentspannungsübungen
  • Autogenes Training
  • Meditation
Behandlung Angststörung Zehlendorf

Angehörige:

  • Informieren Sie sich über die Erkrankung bei verschiedenen Quellen, um einen guten Überblick zu erhalten
  • Bieten Sie Unterstützung direkt an, ob per Telefon oder persönlich
  • Vermeiden Sie Floskeln wie „So schlimm ist es doch gar nicht!“
  • Ermutigen Sie nicht aufzugeben und sich den Ängsten zu stellen
  • In Konfrontation von Angst auslösenden Situationen begleiten
  • Zu Hilfsangeboten wie Psychologen und Selbsthilfegruppen ermutigen
  • Panikattacken erkennen und unterstützen durch Anleitungen wie Atemübungen
  • An sich selbst denken! Kennen Sie Ihre Grenzen und kommunizieren Sie diese klar     

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