Elterliche Erschöpfung & Überforderung
Viele Eltern funktionieren über lange Zeit: sie organisieren den Alltag, kümmern sich um Kinder, Arbeit, Partnerschaft und Familie – oft mit hohem Verantwortungsgefühl und großen eigenen Ansprüchen. Nach außen wirkt alles stabil. Innerlich jedoch erleben viele eine zunehmende Erschöpfung, Reizbarkeit oder emotionale Leere. Elterliche Erschöpfung ist ein häufiges Anliegen in unserer Praxis für Psychotherapie in Berlin Steglitz-Zehlendorf – auch bei Eltern, die sich selbst nicht als „krank“ empfinden.
Was bedeutet elterliche Erschöpfung?
Um zu wissen, was Beziehungsprobleme sind, muss man zunächst die verschiedenen Phasen einer Beziehung kennen. Diese sehen wie folgt aus:
Elterliche Erschöpfung beschreibt einen Zustand anhaltender mentaler, emotionaler und körperlicher Überforderung im Zusammenhang mit Elternschaft. Sie ist keine eigenständige Diagnose, sondern ein belastender Zustand, der sich schleichend entwickelt.
Typisch ist, dass Eltern:
- dauerhaft angespannt sind
- kaum noch echte Erholung erleben
- das Gefühl haben, nur noch zu funktionieren
- sich selbst emotional immer weniger spüren
Gerade engagierte, verantwortungsvolle Eltern sind davon häufig betroffen.
Warum gerade Eltern in Berlin besonders betroffen sind
In Berliner Stadtteilen wie Zehlendorf erleben viele Familien eine hohe Mehrfachbelastung:
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- hohe Erwartungen an sich selbst
- Leistungsorientierung und Verantwortungsgefühl
- wenig Raum für eigene Bedürfnisse
- Schuldgefühle, wenn Erschöpfung wahrgenommen wird
Viele Eltern berichten, dass sie sich keine Schwäche erlauben und lange über ihre Grenzen gehen.

Typische Symptome elterlicher Erschöpfung
Elterliche Erschöpfung zeigt sich nicht bei allen gleich. Häufige Anzeichen sind:
- anhaltende Müdigkeit trotz Schlaf
- innere Leere oder emotionale Abstumpfung
- Reizbarkeit, Ungeduld, Rückzug
- Grübeln und Gedankenkreisen
- Schuld- und Versagensgefühle
- Schlafstörungen
- körperliche Stresssymptome
Wenn diese Symptome über längere Zeit bestehen, steigt das Risiko für Burnout, Angststörungen oder depressive Entwicklungen.
Abgrenzung: normale Erschöpfung oder behandlungsbedürftig?
Müdigkeit gehört zum Elternsein dazu. Psychisch relevant wird Erschöpfung, wenn:
- sie über Monate anhält
- Erholung kaum noch möglich ist
- Beziehungen leiden
- Freude und Lebendigkeit verloren gehen
- der Alltag nur noch mit großer Anstrengung bewältigt wird
Spätestens dann kann psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein.
Psychotherapie für erschöpfte Eltern in Zehlendorf
In der psychotherapeutischen Begleitung erschöpfter Eltern arbeiten wir mit unterschiedlichen, individuell abgestimmten Ansätzen. Je nach Situation und Anliegen nutzen wir Gesprächstherapie, systemische Therapie mit Blick auf familiäre Zusammenhänge sowie Eltern- und Familienberatung.
Wenn Partnerschaft und Elternschaft sich gegenseitig belasten, kann auch Paartherapie ein wichtiger Bestandteil der Unterstützung sein. Darüber hinaus bieten wir Beratung rund um die Mutterschaft an und begleiten Frauen bei emotionalen, psychischen und lebenspraktischen Herausforderungen in dieser besonderen Lebensphase.
Im Mittelpunkt steht dabei stets die Entlastung, Orientierung und Stärkung der eigenen Bedürfnisse – nicht die Anpassung an unrealistische Anforderungen.
Wir beraten Sie gerne vertraulich und unverbindlich in einem Erstgespräch in unserer Praxis in Berlin Steglitz-Zehlendorf.
Hilfe und Tipps für Betroffene und deren Angehörige:
Was Eltern selbst tun können:
Ohne in Selbstoptimierung zu verfallen, können folgende Schritte hilfreich sein:
- Erschöpfung ernst nehmen, nicht bewerten
- Überlastung benennen – auch sich selbst gegenüber
- kleine, realistische Entlastungen schaffen
- Unterstützung annehmen, statt alles allein zu tragen
- professionelle Hilfe in Betracht ziehen, bevor es „nicht mehr geht“

Tipps für Partner und Angehörige:
Wenn ein Elternteil stark erschöpft ist:
- nehmen Sie die Belastung ernst
- vermeiden Sie bagatellisierende Aussagen
- hören Sie zu, ohne sofort Lösungen zu verlangen
- unterstützen Sie bei der Suche nach Hilfe
- achten Sie auch auf Ihre eigenen Grenzen